Schulungsstatistik NRW 2008
Für das Jahr 2008 wurden in Nordrhein-Westfalen zum zweiten Mal gemeinsam mit anderen Bundesländern mit einem einheitliches Formular Daten über die Veranstaltungen der Bibliotheken zur Vermittlung von Informationskompetenz erfasst. In Nordrhein-Westfalen beiteiligten sich insgesamt 15 Bibliotheken (5 Fachhochschulen, 10 Universitäten).
55.749 Teilnehmer wurden in 3.516 verschiedenen Veranstaltungen geschult. Sowohl Teilnehmer- als auch Veranstaltungszahlen lagen damit deutlich höher als 2007 (43.577 Teilnehmer und 2.659 Veranstaltungen), was nicht nur auf die Teilnahme einer weiteren Bibliothek zurückzuführen ist.
Der überwiegende Teil der Schulungen wurden für kleine Gruppen von bis zu 30 Teilnehmern abgehalten (93%), es gab jedoch auch einige Massenveranstaltungen mit bis zu 400 Teilnehmern. Kaum verändert hat sich die Verteilung auf die verschiedenen Zielgruppen. Studierende im Grundstudium und in B.A.-Studiengängen sind weiterhin mit 54% die stärkste Gruppe gefolgt von Studierenden im Hauptstudium/Masterstudiengängen und Schülern mit 17% und 15%.
Mehr als die Hälfte der Veranstaltungen (55%) waren fachübergreifend. Der Anteil ist damit im Vergleich zum Vorjahr (48%) gestiegen. Die fachgebundenen Veranstaltungen verteilten sich gleichmäßiger als 2007 auf die verschiedenen Fachgruppen. Die Geisteswissenschaften führen zwar noch mit 17% aller Veranstaltungen, aber die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften/Jura folgen mit 13% und die Naturwissenschaften/Medizin haben etwas aufgeholt und liegen nun bei 11%.
Die typische Schulung umfasste auch 2008 nur eine Sitzung (98%) und dauerte maximal 90 Minuten (83%); mehr als die Hälfte (57%) lag sogar unter einer Doppelstunde. Bestandteil einer universitären Lehrveranstaltung waren 25%. Der Anteil ist damit im Vergleich zum Vorjahr (20%) leicht gestiegen. Die Mehrheit war jedoch eine eigenständige Veranstaltung der Bibliothek (75%) und für die Teilnehmer nicht verpflichtend (73%).
Auch 2008 stellten Bibliothekare und Bibliothekarinnen im gehobenen Dienst mit 72% die Mehrzahl der Dozenten, gefolgt vom höheren Dienst mit 26%. Der mittlere Dienst wurde mit 14% häufiger als im Vorjahr mit einbezogen (9%).
Keine nennenswerten Veränderungen gab es bei der didaktischen Form. Vorträge und Präsentationen waren fast immer ein Bestandteil der Schulungen, wurden jedoch etwa zur Hälfte durch praktische Übungen ergänzt. Selbstlernphasen, in denen Teilnehmer außerhalb von Präsenzveranstaltungen lernen, waren die Ausnahme, wenn der Anteil auch im Vergleich zu 2007 von 4 auf 5% gestiegen ist.
Bei den inhaltlichen Schwerpunkten dominierten wieder die Bibliotheksbenutzung (63%), Suchstrategien und Suchtechniken (40%) sowie einzelne Kataloge und Datenbanken (40%). Allerdings zeichnet sich bei seltener genannten Themen, wie Internetrecherche, Informationsverarbeitung und Fernleihe im Vergleich zum Vorjahr eine leicht steigende Tendenz ab.
Detaillierte Auswertung:
Tabellarisch (pdf)
Grafisch (jpg)
- Veranstaltungsdauer
- Anzahl der Sitzungen
- Teilnehmer pro Veranstaltung
- Organisatorische Form
- Didaktische Form
- Niveau (Angabe optional)
- Integration in das Lehrangebot der Hochschule
- Fachliche Ausrichtung
- Dozenten
- Zielgruppe
- Inhaltliche Schwerpunkte
